Das Naturschutzgebiet “Bärensee und die Waldbestände auf den versalzten Böden”

Das Naturschutzgebiet “Bärensee und die Waldbestände auf den versalzten Böden” befindet sich  auf innenörtlichem Gebiet der Stadt Sovata, in dem Kur- und Badeort. Das Gebiet ist als Naturschutzgebiet vom nationalen Interesse bezeichnet gemäss dem Gesetz 462/2001- über die Schutzgebiete, die Konservierung der natürlichen Habitate, die Bestandserhaltung der wildlebenden Flora und Fauna und entspricht der Kategorie IV  der Weltnaturschutzunion (IUCN: International Union for Conservation of Nature). Seine Gesamtoberfläche beträgt 79 ha, woraus 73,3 ha Wald und 5,7 ha Wasseroberfläche. Es hat als Konservierungs- und Schutzgegenstand die folgenden Seen: Ursu, Aluniş, Roşu, Verde, Mierlei und Paraschiva, bzw. den auf den angrenzenden salzhaltigen Substrate befindlichen Wald. Das Naturschutzgebiet befindet sich in der Verwaltung des Bürgermeisteramtes der Stadt Sovata und der Forstdirektion Mureş – Forstverwaltung Sovata.

DIE PFLANZENWELT

Die dünne Schicht von Lehmboden zusammen mit dem sandigen Sandstein der den Salzberg bedeckt ermöglicht die Existenz des uralten Waldes mit äusserst reicher Vegetation. Die Koexistenz des Salzes, des Salzbodens mit dem Wald ist ein sehr seltenes Phänomen, denn die salzhaltigen Böden sind in den meisten Fällen öde und weisen nur schwach entwickelte halophile Vegetation auf.

In der relativ dünnen Bodenschicht sind die Wurzeln der am häufigsten vorkommenden Baumarten verankert: die Stieleiche (Quercus robur), die immergrüne Eiche (Quercus petraea) – in einem Umfang von 37.61%, die Rotbuche (Fagus syilvatica) – 26.41%, die gemeine Hainbuche (Carpinus betulus)-34.25%. An einigen Stellen findet man sowohl gemeine Fichten (Picea abies)-1.71% als auch Waldkiefer (Pinus silvestris, Pinus nigra). Die Fichten aber auch einige Laubbäume erreichen erhebliche Grössen, so trifft man nicht selten einige Stieleichen mit einem Diameter von über 1 M und Fichten mit einem Diameter von über 60-70 cm.

Auch die Pflanzenwelt der Wälder ist erstaunlich reich und üppig. Im Juli ist der Boden in einem Umfang von 25-40% von einem Pflanzenteppich bedeckt, der 30-35 Pflanzenarten aufweist. Neben den gewöhnlichen Spezies, wie die Grosse Brennnessel (Urtica dioica), Chelidonium majus, Taraxacum officinale, Gallium sp., Veronica sp., usw. merkt man auch die Existenz mancher endemischen Blumen, wie die Grosse Telekie (Telekia speciosa – intrakarpatischer Endemismus) sowie seltene Pflanzenarten, wie die Gelbe Frauenschuh (Cypripedium calceolus) und der Türkenbund (Lilium martagon).

Andere Baumarten die gemischt mit den schon erwähnten Bäumen hier vorkommen, sind: die Vogel-Kirsche (Cerasus avium), die Espe (Populus tremula), Holzapfel (Malus sylvestris), die Kornelkirsche (Corus mas), der Rote Hartriegel (Cornus sanguinea), der eingriffelige Weissdorn (Crataegus monogyna), die gemeine Hasel (Coryllus avellana), die gemeine Esche (Fraxinus excelsior), der Feldahorn (Acer campestre), der Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus). Aus den kletternden Baumarten erwähnen wir die gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba) und der gemeine Efeu (Hedera helix).

DIE TIERWELT

Die Fauna ist typisch für die Eichenwälder der mittelgrossen Hügel. In den angrenzenden Gebieten findet man grosse Fleischfresser: den Europäischen Braunbär (Ursus arctos arctos), den Wolf (Canis lupus), den Eurasischen Luchs (Lynx lynx). Das Reh (Capreolus capreolus) dringt häufig auf das Naturschutzgebiet ein, der Rothirsch (Cervus elaphus) ist auf den benachbarten Gebieten zu finden. Andere in dieser Gegend vorkommenden Tierarten: das Wildschwein (Sus scrofa), der Europäische Dachs (Meles meles), der Baummarder (Martes martes), der Steinmarder (Martes foina), die Wildkatze (Felis silvestris), usw.

Die Vogelwelt ist reich, man findet gewöhnliche Vogelarten wie die Amsel (Turdus merula), Oenanthe oenanthe, die Meise (Parus sp), Nucifraga cariocatactes, Coracias garullus, Cuculus canorus, von der Kategorie der Raubvögeln findet man hier Buteo buteo, Pernis apivorus, usw.

DIE SEEN

Der Ursu See / Bärensee

Der größte Schatz des Badeortes ist der Ursu See (Bärensee), der in einer malerischen Umgebung liegt. Der Ursu See ist der grösste solarthermische Salzsee in Rumänien, er hat eine Gesamtoberfläche von 40,235 qm und einen Umfang von 1180 m. Seine Höchsttiefe überschreitet 18m. Er enstand in der Periode zwischen 1875 und 1880 als Folge einiger komplexen geologischen, meteorologischen und hydrologischen Ereignissen, durch die schrittweise Auflösung des Salzberges durch zwei Bächleine (Auriu und Criş-Topliţa), der der Einsturz des Bodens folgte. Die resultierende Lücke wurde vom Wasser der beiden Bächleine aufgefüllt, und zwar in einer Zeitspanne von ca. 5 Jahren. Auf diese Weise entstand der heutige See, dessen Form einer ausgestreckten Bärenhaut ähnlich ist, woher auch der Name.

Das Wasser löst weiterhin den Salz vom Salzberg auf, demzufolge weist die Salzhaltigkeit des Bärensees grosse Unterschiede auf, abhängig von der Tiefe: 0-2 M bis 100 g/l , von 2 M bis zum Seeboden 220-300 g/l . Das Süsswasser der Bächer Auriu und Topliţa, das über eine geringere Dichte als das Salzwasser verfügt, verbleibt an der Oberfläche und fungiert als thermischer Isolator: es ermöglicht die Eindringung in die niedrigeren Salzwasserschichten der aufwärmenden Sonnenstrahlen, gleichzeitig verhindert aber die dünne Süsswasserschicht an der Oberfläche den Wärmeverlust: dieses Phänomen ist als Heliothermie bekannt.

Der Aluniş (Haselnuss) See

Der Alunis See ist in einer Entfernung von 60 M von der westlichen Grenze des Bärensees gelegen. Die Entstehung dieses Sees ist mit der des Bärensees eng verbunden: der Wasserüberfluss aus dem Bärensee floss Richtung West, in eine andere karstosalinische Doline, die eingestürzt ist, so entstand der Aluniş-See. Die Seeoberfläche beträgt 0,37 ha, die Höchsttiefe 6,4 M, wobei der Wasserspiegel sich um ung. 4 M unter der Wasseroberfläche des Bärensees befindet. Der Wasserüberfluss des Sees fliesst durch das Frumoasă-Tal und den Sărat-Bach und gelangt in den Sovata-Bach. Hier ist die Salzkonzentration geringer, gleichzeitig ist auch das Phänomen der Solarthermie schwächer, hier gibt es die für den Bärensee typische Wasserstratifikation nicht.

Die Roşu (Rote) und Verde (Grüne) Seen

Die Roşu und Verde Seen sind in dem nord-westlichen Teil des Bärensees gelegen, in einem ung. 120 M langen Tal. Diese miteinander verbundenen beiden Seen enstanden als Folge der intensiven oberflächlichen Auflösung des Salzsteines an der Stelle einiger Dolinen. Der Verde-See hat eine Oberfläche von 0,14 ha und verfügt über eine Höchsttiefe von 2,1 M. Der Roşu-See, der unmittelbar stromabwärts gelegen ist, ist kleiner, mit einer Gesamtoberfläche von 0,029 ha und weist eine Höchsttiefe von 1,05 M auf.

Die Wasserzufuhr der beiden Seen wird von einem benachbarten Salzwassersprung gesichert, wobei der Wasserüberfluss in den Bärensee fliesst, so fungieren diese Seen als Salzwasserquelle für den Bärensee. Die Bezeichnung der See Roşu (Rot) kommt von der Anwesenheit von Eisenoxiden, reichlich vorhanden in der dazugehörigen sedimentären Struktur. Jedoch kann es auch nicht ausgeschlossen werden, dass das Toponym der Assoziation mit der Abundanz der Krustentiere (Artemia salina) zu verdanken ist, die in dem Sommersaison im See reichlich zu finden sind.

Der Paraschiva See

Nördlich vom Bärensee gelegen, der Paraschiva-See enstand im Jahre 1980, als Folge einer Aufhäufung von Niederschlägen in der Mitte einer Salzdoline. Die sedimentäre Schicht des Sees ist so dick, dass das gesammesalte Wasser die salzhaltige Unterschicht nicht erreichen konnte, so ist dieser See ein Süsswassersee. Der Paraschiva See wurde zur Sportfischerei eingerichtet, da dieser See von Fischen bevölkert wird.

Der Mierlei (Amsel) See

Der Mierlei See ist der jüngste Salzwassersee, der am Anfang der 50er Jahren in einer Salzdoline entstanden ist. Der Mierlei-See befindet sich in der Mitte des Waldes und verfügt über eine Gesamtoberfläche von 0,147 ha und hat eine Höchsttiefe von 1,85 M. Die Wasserzufuhr des Mierlei-Sees wird durch einige kleineren Salzwasserquellen gewährleistet.

DER SALZBERG

Als Folge der geologischen Wirkungen, in dem Gebiet zwischen den Tälern P. Răchitiş und Vâlceaua Băilor, nähert und gelingt der Salz als sedimentäres Massivgestein sogar zur Oberfläche aus dem Boden des Siebenbürgischen Beckens. Die geologische Formation die als Salzberg bekannt ist, befindet sich in der unmittelbaren Nähe des Roşu Sees, nord-westlich vom letzteren gelegen. Als Ergebnis der Wasserinfiltrationen und der sintflutartigen Regenfälle wurden die diluvialen Ablagerungen aus diesem Teil des Massivs von oberflächlichen Erdrutschungen betroffen, demzufolge wurde der Hang entblösst und Salzblöcke sind zum Vorschein gekommen. Als Folge der hohen Löslichkeit des Salzes haben die Niederschläge Tausende von Gräben gegraben, die durch mehr oder weniger breiten Grate getrennt sind. Diese Erscheinung wird in der Fachliteratur als Karren bezeichnet.

 

Natura 2000

                Die Existenz und  die Notwendigkeit der Konservierung von manchen aussergewöhnlichen natürlichen Erscheinungen begründeten die Erklärung als Naturschutzgebiet von nationalem Interesse (laut Gesetz 5/2000-  hinsichtlich der Zubilligung des Planes über die Einrichtung von nationalen Gebieten - Absatz III - Schutzgebiete, Punkt 2636; veröffentlicht im Gesetzblatt, Teil I Nr. 152 vom 12-ten April 2000) des Gebietes “Bärensee und die Waltbestände auf den versalzten Böden”.

Der Bärensee,  der grösste solarthermische See Europas ist der Hauptgegenstand der Konservierung, zusammen mit den anderen 5 Salzseen (Aluniș, Roșu, Verde, Mierlei und Paraschiva – der letztere ist ein Süsswassersee).

                Andere speziellen Bewahrungsziele sind: die Waldbestände auf den salzhaltigen Böden, dank der Existenz der Waldvegetation – jahrhundertealte Wälder unterschiedlicher Spezies (Stieleiche, immergrüne Eiche, Tanne, Buche, usw.) die sich auf salzhaltiger Unterschicht gut entwickelt haben, aber auch der Existenz der oberflächlichen Salzformationen (Salzberg).

In 2011, durch die Abgrenzung der Schutzgebiete Natura 2000, (Verordnung Nr. 2387 vom 29 September 2011 des MMP) wurde das Naturschutzgebiet zum Teil des Schutzgebietes Natura 2000 Călimani-Gurghiu, ROSCI0019 erklärt.

Das Schutzgebiet umfasst den grössten Teil der beiden vulkanischen Massive – die Călimani Gebirge und das Gurghiului Gebirge. Hier hat die vielfältige Morphologie der Landschaft, bekräftigt durch pedo-klimatische Aspekte die Erhaltung einer wertvollen Biodiversität begünstigt, die für die vulkanischen Berge der Karpaten repräsentativ ist. Zu diesem Ergebnis trug auch die Existenz von ausgedehnten (über 100000 ha) natürlich-fundamentalen kompakten Wälder bei, deren Gebiet wurde nicht in wesentlichem Masse durch die anthropische Tätigkeit verändert, die Vielfalt der Habitate und Spezies ist erhalten worden. In diesem Gebiet übersteigt der Anteil der Habitate von europäischem Interesse, gemäss dem Handbuch der Habitate, 95%  der Gesamtoberfläche, die dominanten Klassen sind die halbnatürlichen nassen Weideflächen, mezophile Grasebenen – 5%, die alpinen und subalpinen Weiden – 3%, Laubwälder– 16%, Nadelwälder – 34% und Mischwälder – 39%. Ausserdem, in dieser Region gibt es eine der grössten ausgewerteten Populationen und zugleich ein wichtiges genetisches zentrum für Fleischfresser aus den Karpathen: Braunbär (Ursus arctos) – über 400 Exemplare, Wolf (Canis lupus) – 100-120 Exemplare und der Eurasische Luchs (Lynx lynx) – 70-80 Exemplare. Ein wesentlicher Begünstigungsfaktor in der Erhaltung der Biodiversität war das Fehlen von menschlihen Siedlungen auf diesem ganzen ausgedehnten Gebiet, mit der Ausnahme des Mureş-Engpasses wo es eine Reihe von gut individualisierten ökologischen Flure gibt.

Der Prozent der Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse überschreitet 95%. Gemäss dem Handbuch der Habitate gibt es 13 Habitate, wovon 4 über grosse Bedeutung verfügen (Richtlinie Habitate), 18 Vogelarten, 9 Säugetierarten, 2 Reptilienarten, 5 Fischarten (einschliesslich Hucho hucho), 6 Invertebratenarten (einschliesslich Rosalia alpina) und 8 Pflanzenarten.

 

                Die Călimani- und Gurghiu Berge sind vulkanischen Ursprungs mit  grossen Berghängen (Durchschnitt über 30 Grad), mit einer sehr vielfältigen Landschaft, mit vulkanischen Agglomeraten die der Landschaft spezifische, sehr malerische Formen verleihen. Die Morphologie der Landschaft zusammen mit den spezifischen bio-pedo-klimatischen Charakteristika begünstigt die Erhaltung einer äusserst wertvollen Biodiversität. 

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